Ohren operativ anlegen lassen
Von Faltenbehandlung Reporter | 10. August 2009 | Kategorie: Ohrenkorrektur |Viele Menschen leiden unter abstehenden Ohren, werden gehänselt, oder haben schlicht Probleme damit, sich mit ihrem Spiegelbild zu identifizieren. Aus diesem Grund lassen sich allein in Deutschland jährlich um die 5000 Menschen in einem chirurgischen Eingriff die Ohren anlegen.
Für wen ist eine Ohrenkorrektur das Richtige?
Ab dem vierten Lebensjahr lässt sich eine solche Operation durchführen, da das Ohr ab diesem Alter schon voll ausgebildet ist. Häufig lassen sich daher schon Kinder, die in der Schule aufgezogen werden, die Ohren anlegen. Je jünger man ist, desto unkomplizierter und schneller verheilt die Operationswunde, was viele Eltern, die bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zustimmen müssen, zur Einwilligung bewegt. Aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen sind Ohrenkorrekturen Routineoperationen. Prinzipiell kann man sich also in jedem Alter problemlos die Ohren anlegen lassen, dennoch sollte man sich im Klaren sein, dass jeder chirurgische Eingriff auch Risiken birgt.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Die Operation findet bei Kindern und Jugendlichen unter Vollnarkose statt, bei Erwachsenen genügt eine örtliche Betäubung. Die Länge des Schnittes, welcher hinter der Ohrmuschel geführt wird, variiert bei jedem Patienten, genauso wie die genaue Operationsmethode, von welchen es mehrere gibt.
Neuartige Verfahren werben damit, besonders schonend ohne Schnitt und nur mit Fäden zu arbeiten. Nach der Operation muss für mindestens zehn bis vierzehn Tage ein stirnbandartiger Verband getragen werden. Während dieser Zeit, in der man sich körperlich nicht zu sehr anstrengen sollte, dürfen die Haare nicht gewaschen werden, ebenso empfiehlt es sich, auf das Tragen von Kopfbedeckungen oder Brillengestellen zu verzichten.
Welche Risiken gibt es und bleiben Narben zurück?
Obwohl Ohrenkorrekturen prinzipiell ungefährliche Eingriffe darstellen, gibt es wie bei jeder Operation Risiken. So kann es beispielsweise zu Nachblutungen oder Infektionen kommen. Das größte Risiko, welches man beim Ohren anlegen eingeht, ist die Erfolglosigkeit der Methode. Nicht selten bleibt der gewünschte Effekt aus, sodass Nachkorrekturen häufig erforderlich werden. In den meisten Fällen verbleiben jedoch keine sichtbaren Narben und auch ansonsten ist mit längerfristigen Beeinträchtigungen nicht zu rechnen.
Was kostet es, sich die Ohren anlegen zu lassen und muss man selbst dafür aufkommen?
Je nachdem, ob man sich bei einem niedergelassenen oder einem privaten Chirurgen behandeln lässt, muss man ab 1500 Euro bis zu 3000 Euro und mehr für beide Ohren bezahlen. Da ein solcher Eingriff als medizinisch nicht notwendig gilt, wird er von den Krankenkassen nur bei nachgewiesener starker psychischer Beeinträchtigung durch nachweislich auffällig abstehende Ohren übernommen.