Faltenbehandlung - Facelifting - Schönheitschirurgie der Haut

Abrasion der Haut

In der Dermatologie bedeutet Abrasion (lat. „Abraktzung“) eine manuelle oder chemische Abschleifung der Haut, mit dem Ziel, ihr Erscheinungsbild zu Verbessern. Ein weiteres abrasives Verfahren kann mittels Laserlicht durchgeführt werden. Ursprünglich wurden all diese Methoden entwickelt, um Narben, Warzen oder eine übermäßige Verhornung der Haut zu behandeln. Mittlerweile wird die Abrasion als Peeling aber vor allem für kosmetische Zwecke genutzt. Fältchen, Aknenarben, Pigmentflecken oder einfach großporige Haut – sie alle sollen durch Abrasion einer neuen, feinen, reinen Haut weichen.

Die wohl bekannteste mechanische Abrasion der Haut ist die sogenannte Dermabrasion. Unter zumeist örtlicher Betäubung wird hierbei die oberste Hautschicht mittels eines speziellen Schleifinstruments abgetragen. Die entstehenden Wunden werden danach mit einem Medikament behandelt, welches sich mit dem Wundsekret verbindet. Es dauert ungefähr zehn Tage, bis sich der Wundschorf löst. Auch ist die Haut nach der Dermabrasion noch ca. drei bis sechs Monate gerötet und darf nicht der Sonne ausgesetzt werden.

Schonender ist die Weiterentwicklung der Dermabrasion zur Mikrodermabrasion. Hierbei werden als Schleifmittel mikrofeine Kristalle (beispielsweise aus Aluminiumoxid) verwendet, die mittels Druckluft auf die Hautoberfläche geblasen werden. Die so gelösten Hautzellen werden danach durch ein Vakuumsystem abgesaugt. Auch die Mikrodermabrasion hat eine Neubildung der Hautzellen zum Ziel, die für einen frischen, feinporigen Teint sorgen soll. Die Vorteile der Mikrodermabrasion sind, dass eine Betäubung nicht notwendig ist, da die Behandlung nicht schmerzhaft ist, und sie zudem auch von speziell geschulten Kosmetikerinnen ausgeführt werden kann. Die Nachteile sind auch hier Rötungen, Entzündungen und sogar Narben, die sich bilden können, wenn zu viel Haut abgetragen wird.

Mittlerweile gibt es in Apotheken, Parfümerien und Drogerien auch Mikrodermabrasions-Sets für zu Hause. Sehr sanft wirken diese Peelings auf chemische Weise, beispielweise auf der Basis von Fruchtsäuren, Glykolsäure oder Beta-Hydroxysäure. Durch Anwendung dieser Produkte wird die Haut nicht – wie bei der Abschleifung – dünner, vielmehr soll hier ihr natürlicher Erneuerungsprozess beschleunigt werden. Zumeist besteht ein Set für den Hausgebrauch aus mehreren, mindestens jedoch zwei Komponenten: dem Peeling an sich sowie einer besänftigenden Pflege.

Eine Wiederholung der Behandlung sollte erst nach vollständig durchlaufenem Regenerationsprozess der Haut vorgenommen werden. Dessen Dauer ist vom individuellen Hauttyp abhängig.


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